Welche Produkte brauche ich zum Waschen und Pflegen meiner Afro Haare?

 

Wer naturkrauses Haar trägt auch Natural Hair oder Afro Haare genannt, muss sich immer wieder mit derselben Situation herumschlagen: Die Haare sind unglaublich dick, ultra voluminös und super lockig – Der Traum zahlreicher Menschen! Allerdings sind derartige Haare alles andere als leicht zu pflegen. Naturkrauses Haar hat nämlich die Eigenschaft, unglaublich feuchtigkeitsarm zu sein und somit ist es extrem anfällig für Schädigungen. Hier hilft nur eins: Den Afro gut und richtig pflegen!

 

 

Afro ist nicht gleich Afro: Wo liegt der Unterschied?

 

Bevor wir uns mit der richtigen Pflege von Afro Haaren beschäftigen, möchten wir uns kurz den Unterschieden von Afro Haaren widmen, denn so wie glatte Haare nicht gleich glatte Haare sind, gibt es auch bei Afro Haaren große Unterschiede. Grundsätzlich gilt zu wissen, dass sie in der Haarstruktur nach Typen 1a bis 4c sowie in der Textur als wavy, curly oder winky klassifiziert werden. Die meisten Menschen mit Afro Haaren haben den Typ 3 a-c (lockig) oder 4 a-c (kraus). 

 

Die unterschiedlichen Afro-Haartypen im Überblick:

 

  • Typ 1 – glatt
  • Typ 2 – wellig 
  • Typ 3 – lockig
  • Typ 4 – kraus

 

Wissenswert: Die unterschiedlichen Afro-Typen kommen in der Regel nicht alleine vor. Zumeist hat man gleich mehrere dieser Haartypen und Unterkategorien auf dem Kopf!

 

 

Welche Pflegeprodukte braucht man für Afro Haare?

 

Vorab gilt zu wissen, dass Natural Hair wie bereits erwähnt äußerst trockenes Haar ist, daher muss es nur selten gewaschen werden. Ein bis zweimal die Woche reicht hier völlig aus. 

 

Im Nachfolgenden finden Sie die wichtigsten Produkte zum Waschen und Pflegen von Afro Haaren. 

 

Hierzu zählen folgende:

 

Shampoo:

 

Mit welchem Shampoo sollte ich meine Afro Haare am besten waschen? Diese Frage stellen sich zahlreiche Afro Träger und Trägerinnen. Am allerbesten sind Sulfat freie Shampoos. Warum? Ganz einfach: Sulfate reinigen äußerst gründlich und würden demnach die gering vorhandene Schutzschicht aus Fett und Talg komplett wegwaschen. Gut sind daher Shampoos, die besonders mild reinigen. 

 

Conditioner:

 

Eine hervorragende Alternative stell die Co-Wash-Variante dar, also das Haare waschen mit Conditioner statt mit Shampoo. Dadurch wird der vorhandene Talg auf der Kopfhaut nicht einfach weggewaschen, sondern nur das Haar und der Ansatz gepflegt. 

 

Haarkur:

 

Bei krausen Haaren sind Haarkuren das A und O. Und da die Pflege gerade bei trockenem Haar wirklich nicht genug sein kann, unterstützen Sie die Haarkur am besten, indem Sie sich zusätzlich eine transparente Küchenfolie um Ihren Schopf wickeln. Dadurch wird unter der Haube eine unglaublich starke Wärme erzeugt, die wiederum dafür sorgt, dass die Kur deutlich intensiver einwirkt. 

 

Föhn:

 

Wie wir alle wissen, ist die Hitze eines Föhns nicht besonders gut für unsere Haare und schon gar nicht, wenn sie sowieso schon extrem trocken sind, wie es bei Afro Haaren leider der Fall ist. Wer also kann, sollte auf den Föhn besser verzichten. Wer seine Haarpracht dennoch föhnen möchte, sollte unbedingt auf einen Ionenföhn setzen, denn dieser trocknet die Haare nicht nur schneller, sondern auch deutlich schonender. Zudem sollten Sie keinesfalls den Hitzeschutz vergessen.

 

Pflegespray:

 

Möchten Sie ein perfektes Pflegestyling erzielen, so muss zwingend ein Ölspray her. Hierbei spielt es keine Rolle ob mit pflegendem Macadamia-, Kokosnuss-, Jojoba- oder Avocadoöl. Alle Pflegesprays auf Ölbasis haben eines gemeinsam, denn sie bringen das Haar zum Glänzen und verleihen eine Extraportion Pflege. 

 

Für unterwegs sollten Sie sich am besten ein Leave-In-Spray zulegen, das zwischendurch angewendet die Haare mit zusätzlicher Feuchtigkeit versorgt. 

 

Unser Tipp: Besorgen Sie sich eine kleine Sprühflasche und befüllen Sie diese mit Wasser. Nun geben Sie einen Spritzer Conditioner dazu. Diese Mischung können Sie hin und wieder in Ihr Haar geben, um es mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Wer nicht selbst mischen möchte, kann natürlich auch fertige Produkte benutzen. 

 

Haarmilch:

 

Sie tragen gerne Twist-Outs? Dann benötigen Sie unbedingt eine gute Haarmilch. Mit dieser können Sie Ihre Twist-Outs nämlich hervorragend zum Glänzen bringen und abstehende Haare an die Locke andrücken. Ebenso bringt Haarmilch einen weiteren Vorteil mit sich, denn sie pflegt zusätzlich die trockenen Haarspitzen. 

 

 

Head-Wrap & Satin Bonnet Haube

 

Gerade nachts müssen Ihre Locken unbedingt geschützt werden, schlafen Sie deshalb niemals mit offenen Haaren. Binden Sie Ihre Afro Haare hoch, flechten Sie Zöpfe, wickeln Sie einen Head-Wrap, benutzen Sie spezielle Kissenbezüge aus Satin oder eine sogenannte Satin Bonnet Haube. Wenn Sie all diese Kombinationen anwenden, sind Sie auf dem richtigen Weg, noch schönere Afro Locken zu tragen. 

 

 

FAQs: Afro Haare pflegen

 

Im letzten Teil unseres Blogbeitrages möchten wir noch auf die am häufigsten gestellten Fragen rund um die Pflege von Afro Haaren eingehen:

 

Wie verhindere ich, dass meine Afro Haare brechen?

 

Sobald Afro Haare nur etwas vernachlässigt werden, neigen sie dazu, schneller zu brechen. Haben Sie bereits Haarbruch, kann Ihnen leider keine Pflege mehr helfen. Sie müssen den vorhandenen Spliss mit den kaputten Haarspitzen abschneiden. Allerdings haben wir einige Tipps für Sie, wie Sie Haarbruch bei Afro Haaren vermeiden können:

 

  • Befeuchten Sie Ihre Haare mehrmals am Tag mit einem Leave-In-Spray.
  • Lassen Sie Ihre Afro Haare, wenn möglich am besten an der Luft trocknen.
  • Verzichten Sie auf Chemie wie zum Beispiel Texturizer.
  • Binden Sie Ihre Haare zum Schlafen zu einer Palme nach oben und tragen Sie ein Satintuch oder eine Satinkappe. Alternativ können Sie auch auf einem Satin Kissenzug schlafen. Dadurch minimieren Sie Verfilzungen Ihrer Afro Haare.

 

Wie bekomme ich meine Afro Haare nach dem Schlafen wieder weich?

 

Sie können Ihre Afro Locken morgens einfach mit einem Leave-In-Spray einsprühen. Im Anschluss verschließen Sie die Feuchtigkeit mit einigen Tropfen Argan-, Jojoba- oder Mandelöl.